Die Altersvorsorge: Ein Problem – zwei Varianten

Die Altersvorsorge: Ein Problem –  zwei Varianten.

Zwei Familien möchten gerne für ihre Zukunft, besser gesagt für die Rente, vorsorgen.

Die erste Familie,
nennen wir sie Petra und Paul Müller,
wählt die klassische Variante der Altersvorsorge:
„Ansparen“.

Aber, was heißt eigentlich „Ansparen“?

Ansparen heißt, Du sparst einen bestimmten Betrag jeden Monat in bestimmte Geldwertprodukte  wie z.B. Bausparvertrag, Rentenversicherung, Sparbuch oder die Riester-Rente etc.

Petra und Paul Müller haben sich bei Freunden und Familienmitgliedern, die schon etwas für ihre Altersvorsorge getan haben, informiert und danach die gängige Variante „Ansparen“ gewählt.

Da dieses Thema auch stark in den Medien vertreten ist, denken sie, dass dann schon alles richtig sein wird. Die beiden haben die klassische Rentenversicherung gewählt. Jetzt werden sie 100.000 € in 20 Jahren ansparen, um dadurch 279 €  gerantierte Rente im Monat zu erhalten.

Petra und Paul haben sich von einem Versicherungsmakler beraten lassen. Nach seinen Berechnungen sollen sie monatlich 310 € in die private Rentenversicherung einzahlen.

Gesagt getan, Vertrag unterschrieben. Die Müllers sind happy!

Sie haben jetzt ein richtig gutes Gefühl, weil sie im Alter neben der gesetzlichen Rente noch eine private Zusatzrente erhalten werden. Zwar sind 310 € im Monat eine Menge Geld für die Familie, aber sie sind aktiv geworden und können jetzt beim Thema Altersvorsorge mitreden.

Die zweite Familie,
nennen wir sie Andrea und Alex Nagel,
wählen nicht die traditionelle Variante
der Altersvorsorge. Sie sorgen mit „Absparen“ vor.

Was heißt „Absparen“?

Absparen heißt, man nimmt einen Kredit bei der Bank auf, um eine Immobilie zum Vermieten zu kaufen und bezahlt die Zinsen und Tilgung aus Mieteinnahmen. Mit jeder Tilgung wird Dein Kredit immer weniger und so kannst Du Deine Immobilie absparen.

Andrea und Alex Nagel sind etwas skeptisch gegenüber der Rente. Aus den Erzählungen ihrer Großeltern wissen sie, dass diese durch die damalige Hyperinflation ihr gesamtes Vermögen verloren haben. Sie haben sich deshalb entschlossen, für ihr Alter mit Immobilien vorzusorgen, damit sie später eine  Rente aus ihren Mieteinnahmen beziehen können.

Kürzlich war ihr Freund Tom zu Besuch und hat ihnen erzählt, dass er eine Eigentumswohnung gekauft hat und jetzt vermietet. Den Kredit, den Tom dafür aufnehmen musste, zahlt komplett der Mieter ab und zusätzlich kann er vieles von der Steuer absetzen, so dass er jetzt auch noch weniger Steuern zahlt.

Andrea und Alex waren beeindruckt.

Das Prinzip hat ihnen sofort eingeleuchtet und so haben sie sich entschlossen, nicht in eine klassische Rentenversicherung einzuzahlen, wie alle anderen in ihrem Umfeld, sondern einen komplett neuen Weg einzuschlagen.

Sie haben eine Eigentumswohnung für 100.000 € gekauft  und wollen diese jetzt vermieten. In 20 Jahren sollten sie den Kredit abbezahlt haben. Besser gesagt: Der Mieter zahlt den Kredit ab.

 

 

Ein unabhängiger Berater hat ihnen eine Finanzierung mit 2 % Zinsen und 3 % Tilgung besorgt. Das sind 5 % im Jahr.

Wie sieht die Rechnung  bei Andrea und Alex Nagel aus?

 

 

Schön und gut. Aber, was vergessen wir immer bei den Geldwertanlagen mit zu berücksichtigen?

Du hast keine Ahnung?! Dann geht es dir so, wie den meisten.

Kannst du dich noch an die D-Mark-Zeiten erinnern?

Weißt du noch, was damals eine ganz normale Pizza gekostet hat?

Ich kann mich noch gut erinnern. Sie hat 5 DM gekostet. Dann kam der EURO und alle Preise wurden in etwa durch zwei geteilt. D. h. unsere Pizza hat im Jahre 2001 auf einmal 2,50 € gekostet. Stimmt’s?

Was kostet heute eine ganz normale Pizza?

7 Euro?! Was? So viel?!

Lass mich nachdenken. Hmmmm … stimmt! In 15 Jahren von 2,50 € auf 7 €. Unglaublich, aber wahr.

Warum erzähle ich dir das? Und was hat das mit unserer Altersvorsorge zu tun?

Das nennt man INFLATION.

Für das, was wir heute für 2,50 € bekommen, müssen wir in 15 Jahren 7 € aufwenden.

oder anders gesagt… vor 15 Jahren konnten wir für 5 DM bzw. 2,50 € eine ganze Pizza kaufen, stimmt’s?

… und heute was kriegst Du für 2,50 €?

 

Das meine ich mit  I N F L A T I O N!

Genau dasselbe geschieht mit Petra und Paul Müllers Altersvorsorge. Sie haben zwar das Ziel, in 20 Jahren 100.000 € anzusparen. Aber welchen Wert werden die 100.000 € dann noch haben?

Wenn wir von einer Inflation von 3 % ausgehen, sieht das so aus.

100.000 € x 0,544 = 54.400 €

Schau mal in der folgenden Tabelle nach (3 % Inflation auf 20 Jahren).

Das kann nicht sein?

Leider doch, alles korrekt.

Natürlich bekommen die Müllers die 100.000 € ausbezahlt, doch können sie sich für dieses Geld – nicht wie vor 20 Jahren geplant – keine 3 ZKB Eigentumswohnung für 100.000 € kaufen, sondern nur eine Zwei-Zimmerwohnung  für 54.400 €.

Außerdem:

     
  • Sie müssen alles komplett selber bezahlen.
  •  

  • monatliche Rente wird nur bis zum Tod bezahlt
  •  

  • bei Tod: nur Rentengarantiezeit oder Restkapital

 

Wie sieht die Situation bei Andrea und Alex Nagel nach 20 Jahren aus?

Die Inflation hat hier einen positiven Effekt. Denn genau wie die Guthaben, werden auch die Schulden entwertet.

Andrea und Alex wenden  keine 310 € wie Müller’s  im Monat auf , sondern nur schlappe 83 € im Monat, wobei die monatliche Belastung durch automatische Mieterhöhungen nach ein paar Jahren sogar ganz entfällt.

Außerdem:

     
  • Mieter und Finanzamt (Steuervorteile) zahlen mit
  •  

  • Wertentwicklung der Immobilie ist inflationsbereinigt
  •  

  • monatliche Rente (Miete) wird über den Tod hinaus bezahlt
  •  

  • bei Tod: weiterhin Miete für die Erben oder Verkauf der Immobilie

Ausserdem  wird die Immobilie der Nagels nach 20 Jahren sehr wahrscheinlich mehr wert sein als heute.

Hier ist nochmal im Vergleich:

 

Und jetzt meine Frage: Wer war cleverer ;-)?

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Liebe Grüße

Deine Maria Singer

P.S. Hast Du Fragen zu Finanzierungen, Finanzierbarkeiten, Investment-Strategien, wie Dein nächster Schritt aussehen könnte, auf was Du unbedingt in Deiner Situation beachten solltest? Stelle mir Deine Fragen, ich unterstütze Dich gerne dabei! Hier geht es zur persönlichen Beratung.

 

 

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