Vier Möglichkeiten, sein Leben zu leben

 

 

Als erwachsene Menschen  wählen wir selbst, wie wir unser Leben leben wollen!?

Mein Leben – meine Regeln, nicht wahr?

Es gibt vier Möglichkeiten, wie Du Dein Leben gestalten kannst.

Ach, ja! Viele träumen von einem Haus unter Palmen und eine Piña Colada in der Hand. Aber  bist Du sicher, dass Du Palmen wirklich brauchst?

Vielleicht verträgst Du das Klima dort ja gar nicht und träumst nur von Cocktails am Strand, weil Du neulich ein paar schöne Bilder in einem Hochglanzmagazin gesehen hast, und alle Deine Freunde nicken zustimmend:

– Ja, das ist geil, nach Spanien auszuwandern, um dort endlich glücklich zu leben.

Mal ganz ehrlich? Willst DU wirklich nach Spanien?

Oder sind das einfach fremde Gedanken und fremde Ziele in Deinem Kopf?

Also, ich werde Dir hier mal ein paar Lebensläufe vorstellen, damit Du verstehst, wie Dein Leben sich eventuell entwickeln wird, wenn Du die jeweilige Richtung einschlägst und daran festhälst.

 

1. Irgendwie

 

 

Jeder hat bestimmt so einen Bekannten …

Sein Name ist Fritz, er ist 35 Jahre alt, und niemandem kommt es in den Sinn, ihn Friedrich zu nennen. Er war immer nur Fritz und bleibt für immer Fritz.

Fritz hat ein Mädchen  kennengelernt. Irgendwann ist er mit ihr zusammengezogen und die Eltern der beiden haben gesagt: Kinder, ihr solltet langsam mal eine Familie gründen.

Gesagt, getan – geheiratet.

Fritz arbeitet seitdem er 20 Jahre alt ist am Fließband. Und obwohl er viel arbeitet, auch nachts, bleibt am Ende des Geldes noch viel Monat übrig.

Seine Frau sagt:

– Was bist Du bloß für ein Mann. Immer diese Geldprobleme. Wir waren noch nie im Urlaub. Wir können uns nichts leisten, es reicht mir! Ich lasse mich scheiden!

Gesagt, getan – geschieden.

Nach einem Jahr lernt er eine andere Frau kennen, und sie erklärt ihm,  dass sie einen Freund möchte, der mehr Geld verdient!

So versucht Fritz als freier Handelsvertreter nebenberuflich noch etwas dazu zu verdienen. Die Eltern sagen, dass sie endlich mal heiraten sollen, und seine Freundin meint, dass sie dafür noch kein Geld haben.

Fritz hat eine Blockade im Kopf und ist verwirrt. Liebt sie mich und will wirklich mit mir zusammen sein oder nicht?

Auf die Frage, warum er seine anstrengende Schichtarbeit nicht loslässt und sich nur auf seine Verkaufstätigkeit konzentriert, die ihm hauptberuflich wesentlich mehr Geld einbringen könnte, sagt er:

– Funktioniert das denn?

 

2. Wie alle anderen

 

 

Ein anderer Bekannter von mir, nennen wir ihn Tobi, ist 32 Jahre alt und verheiratet.

Er ist gelernter Schreiner und als seine Frau Zwillinge erwartet, muss er sich zu seinem Job noch ein zusätzliches Einkommen suchen. Jetzt hilft er seinem Vater abends in der Werkstatt.

Nachwuchs Nr. drei ist mittlerweile auch schon da!

– Juhu, ich habe einen Sohn bekommen!

Tobi hat ein Haus gekauft und um Geld zu sparen, viel selbst gemacht.

Als Handwerker kein Problem für ihn. Jetzt darf nur nichts mehr schiefgehen.

Vor lauter Bäumen sieht er den Wald nicht mehr, 3 Kinder großziehen, sich um das Haus kümmern, arbeiten …

Die Wochenenden sind fast immer mit Arbeiten im Haus oder Garten und Familienfeiern belegt. Zeit nur für sich hat Tobi nicht.

Ganz stolz sagt er:

– Bei uns läuft es rund.

– Schön, wo wart Ihr letztes Jahr im Urlaub, Tobi?

– Was für ein Urlaub? Bis jetzt sind wir noch nicht dazu gekommen. Übrigens, wir haben einen wunderschönen Garten. Wann kommt ihr mal zum Grillen vorbei?

Doch eigentlich ist ganz klar, dass er dazu gar keine Zeit hat!

Von Montag bis Freitag auf der Baustelle. Abends in der Werkstatt. Am Wochenende ruft das Haus, die Kinder werden größer und brauchen ständig neue Klamotten.

Die Nachbarn sollen ruhig neidisch sein, dass wir alles im Griff haben! Seine Frau braucht dringend ein neues Auto.

Was für ein Unsinn – er hat keine Zeit für einen dringend nötigen Urlaub!

 

3. Besser als die anderen

 

 

Ein anderer Bekannter: Stefan – bei ihm ist alles im grünen Bereich.

In der Tasche ein teures Portemonnaie von Montblanc, auf Instagram ein Foto beim Snowboarden in Österreich. Vor kurzem hat er seine Eigentumswohnung auf einen gehobenen Standard gebracht, alles vom Feinsten. Er hat beim Einbau seiner schicken italienischen Küche sehr viel Ärger mit den Handwerkern gehabt.

Stefan hat studiert. Danach ist er als Trainee in eine gute Firma eingestiegen und heute  Betriebsleiter.  Er hat dort schnell Karriere gemacht.

Leider sind die Probleme im Betrieb immer dieselben: sie waren bereits vor zwei, fünf und sogar vor sieben Jahren da. Seit er in den Betrieb als Trainee eingestiegen ist, hat sich an der Problemlage im Betrieb nichts geändert.

Stell Dir mal vor, sieben Jahre lang immer wieder mit denselben Problemen zu kämpfen.

Auf die Frage:

– Stefan, hast Du nicht langsam die Nase voll?

Holt Stefan tief Luft und sagt:

– Aber was soll ich machen?

 

4. Auf die eigene Art und Weise

 

 

Bei jedem vernünftig denkenden Menschen taucht immer wieder die Frage auf:

Was soll ich bloß tun?

Leben wie Fritz? Irgendwie? Zum Holzstamm werden und sich mit dem Strom treiben lassen und darauf warten, dass sich irgendjemand drauf setzt und paddelt, damit man nicht in den Wasserstrudel kommt?

 

Sein wie Tobi? Ein Haus, ein neues Auto, damit Nachbarn, Kollegen und Bekannte neidisch werden? Arbeiten bis zur Erschöpfung, sich jedes Wochenende im Garten abrackern, um mit 40 Jahren bereits Bandscheibenvorfälle zu haben? Und das alles, nur um sagen zu können: mein Leben ist gelungen, die sozialen Erwartungen sind erfüllt und die Neider haben endlich Verdauungsstörungen bekommen.

 

Versuchen, besser, schneller zu sein und weiter zu kommen, so wie Stefan? Zufrieden sein, weil Du es vielleicht ein bisschen besser hinbekommen hast als die anderen in Deinem Umfeld?

 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den hier vorgestellten „Jungs“?

Einer lebt scheinbar ziellos vor sich hin, der andere will sein wie alle anderen auch, und der dritte will besser sein als alle anderen.

Die Frage ist doch, was wollen sie eigentlich wirklich im Leben? Jeder von ihnen hat ein Ziel, es stellt sich nur die Frage, wessen Ziel das ist? Das der Gesellschaft, der Eltern, einer Frau oder doch das eigene?

 

Wie finde ich „MEINEN Weg“?

Was also tun?

Wie findest Du Deinen eigenen Weg?

Wie findest Du genau das, was DU brauchst?

Es gibt nur eine einzige Antwort auf diese Fragen:  T U N

     
  • Viel ausprobieren,
  •  

  • vielleicht auch dumme Dinge tun,
  •  

  • Fehler machen,
  •  

  • Scheitern, um zu sehen, dass Deine Aktivitäten Dich ins Nirgendwo führen,
  •  

  • die Taktik wechseln,
  •  

  • wieder Fehler machen und auf gar kein Fall schon bei den ersten Misserfolgen alles hinschmeißen,
  •  

  • dranbleiben und sich Schritt für Schritt nach vorne tasten.

In dem Moment, in dem Du anfängst nachzudenken, was Du wirklich willst vom Leben, wird die Welt sich plötzlich um 180 Grad drehen.

Höchstwahrscheinlich  wirst Du entsetzt sein. Weil Dir bewusst wird, dass Du bei allem, was Du bisher gemacht hast, nicht wirklich Spaß hattest. 

Nichts von dem, was Du jetzt tust, brauchst Du wirklich.

Ja klar, Du verdienst Geld, hast eine Wohnung, ein Auto, teure Klamotten, allerdings muss das alles irgendwie finanziert werden –  und zwar mit Deiner Zeit. Mit Deinem Leben.

Du musst irgendwas machen, was Du nicht willst, damit Du die Möglichkeit hast, zu leben, wie Du nicht willst.

Verstehst Du, was das für ein Paradox ist?

 

Heute ist es üblich darüber zu sprechen, wie finde ich „MEINEN Weg“?

Ich kann Dir nur sagen, es gibt keinen „MEIN Weg“!

Du kannst ihn nicht finden oder Dir ausdenken. Du kannst ihn NUR gehen.

 

 

Dein Weg

das ist, wie Du Deine Ziele erreichst, die Du Dir selbst gesteckt hast.

Ziele, die Du wirklich selbst willst, bewusste Ziele. Die Ziele, die Du endlich mal erreicht hast, können Dir auf einmal sinnlos erscheinen. Und Du wirst bewusst wahrnehmen, dass Du in dem Moment etwas ganz anderes willst.

Egal.

Wichtig ist immer, nach vorne zu gehen und nicht stehen zu bleiben.

 

Ralph’s Weg

An dieser Stelle noch einmal ein einfaches Beispiel:

Ralph hat in einem Büro in der Stadt gearbeitet. Ist jeden Morgen um 7 Uhr aufgestanden, hat gefrühstückt und ist zur Arbeit gefahren. Er hat es gehasst, so früh aufzustehen! 1,5  Stunden morgens und 1,5 Stunden abends im Stau gestanden, nur um zur Arbeit und wieder zurück zu kommen.

Ralph hat sich einen neuen Job gesucht und arbeitet jetzt in der Nähe seines Wohnortes. Er kann zu Fuß zur Arbeit gehen. Er steht erst um 8 Uhr auf, frühstückt gemütlich und überlegt sich, wie schön es wäre, von zuhause aus arbeiten zu können.

Sein neuer Arbeitgeber hat seinem Wunsch nach Tele-Arbeit zugestimmt. Jetzt steht er um 9 Uhr auf, fährt den Computer hoch und hopp – ist er schon an seinem Arbeitsplatz.

Und danach hat er sich überlegt, dass es schön wäre, wenn man den Arbeitstag dann beginnt, wann man will. Er hat sich selbstständig gemacht. Jetzt verkauft er seine Arbeitsleistung als Freelancer an verschiedene Unternehmen.

Und weiß du was?

Er ist den ganzen Monat erst um 11 Uhr aufgestanden, hat gemütlich im Bett gefrühstückt und Zeitung gelesen danach erst seinen Arbeitstag gestartet. Allerdings hat er schnell gemerkt, dass er den Vormittag viel effizienter verbringen kann, als mit schlafen.

Und so er hat auf eigenen Wunsch hin beschlossen, wieder um 7 Uhr morgens aufzustehen, um den Tag besser zu nutzen. So früh jeden Morgen aufzustehen ist ihm nicht mehr so schwer gefallen. Er ist immer mit guter Laune und voller Ideen aus dem Bett gesprungen und mit ganzer Kraft in den neuen Tag gestartet.

Als ob er immer an diesem Punkt sein sollte. Jetzt haben sich alle Puzzleteile zu einem Bild gefügt.

 

Fazit

Es ist ganz egal, wie viele Fehler Du auf  Deinem Weg machst, bis Du herausgefunden hast, was Du wirklich willst und brauchst.

Egal, wie viel dummes Zeug Du machst.

Wichtig ist, dass Du ganz bewusst zu den von Dir gesetzten Zielen gehst. Wirklich Deinen Zielen und nicht von anderen!

Wichtig ist, dass Du Dich nach vorne bewegst:

Ziel setzen  – > erreichen,

neues Ziel setzen  – > erreichen.

 

Jedes Ziel ist ein kleiner Schritt zur Verwirklichung von etwas noch Größerem, was Du nicht hier und jetzt erreichen kannst, um Deinen Traum zu realisieren.

Und das wichtigste Geheimnis dabei ist, dass Du an jeder Station Deines Lebens stehen bleiben kannst und Dich fragen kannst: Wo will ich wirklich hin? Was ist mein Endziel?

Und dann vielleicht ganz plötzlich Deine Richtung änderst.

Besser, wenn Du das beizeiten machst, als mit 50 Jahren im eigenen Garten beim Hecke schneiden.

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg!

Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann schenke Deinen Facebook- und Twitter-Freunden auch ein paar Impulse und teile ihn!  So unterstützt Du mich  und natürlich Deine Freunde enorm!!!  .

Liebe Grüße

Deine Maria Singer

P.S. Hast Du Fragen zu Finanzierungen, Finanzierbarkeiten, Investment-Strategien, wie Dein nächster Schritt aussehen könnte, auf was Du unbedingt in Deiner Situation beachten solltest? Stelle mir Deine Fragen, ich unterstütze Dich gerne dabei! Hier geht es zur persönlichen Beratung.

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Buch: „Sei Du selbst und verändere die Welt“ von Dain Heer

Latest Comments

  1. Gast 31. Mai 2017
    • Maria Singer 31. Mai 2017

Leave a Reply