Selbstständigkeit: Wie Du die Regenschauer überstehst

 

Du hast Dich dafür entschieden, in die Selbstständigkeit zu gehen?

Du möchtest Dich damit selbst verwirklichen, gutes Geld verdienen und dieses Geld in Immobilien investieren?

Dabei ist es völlig egal, in welchem Bereich Du Dich selbstständig machen möchtest.

Du musst nur wissen, dass die ersten drei Jahre die schwersten sind.

Das ist aber völlig normal.

Ich spreche aus eigener Erfahrung, aus Erfahrungen meiner Kunden, Geschäftspartner und Immobilien-Investoren.

Da sollte man sich nichts vormachen.

Auch hier gilt das Pareto-Prinzip.

 

Das Pareto-Prinzip

Am Anfang: 80 % Aktion und 20 % Wirkung.

Stell Dich für den Anfang auf viel Arbeit und wenig Umsatz und Gewinn ein.

Das Problem dabei ist, dass Du die Fähigkeiten, die ein Unternehmer braucht, nirgendwo lernen kannst.

Diese Fähigkeiten werden Dir nämlich weder in der Schule noch im Studium beigebracht.

Wenn Du Dich selbstständig machst, musst Du alles auf einmal können:

     
  • verkaufen,
  •  

  • verhandeln,
  •  

  • präsentieren,
  •  

  • Menschenkenntnis besitzen,
  •  

  • die Buchhaltung machen,
  •  

  • Dich mit Steuerfragen auseinandersetzen,
  •  

  • mit Vertragsrecht auskennen
  •  

  • und so weiter und so weiter …

Wenn Du Dich trotz allen Schwierigkeiten in die Selbstständigkeit wagen willst, dann möchte ich mit diesem Blogbeitrag etwas Klarheit in Deinen Gedanken-Dschungel bringen und Dich bestmöglich auf Deinem Weg unterstützen!

Wenn die Würfel bei Dir gefallen sind, dann tauchen auf einmal Tausend Fragen auf:

Wie geht das?

Mit welcher Geschäftsidee?

Wo kriege ich die Kunden her?

Wie setze ich meine Ideen um?

Wohin soll mein Weg führen?

Mit wem soll ich darüber sprechen?

Und selbst wenn Du schon ein paar Jährchen auf dem Markt bist, stellen sich diese Fragen bestimmt immer mal wieder.

Das Phänomen, das dahinter steckt, heißt Unentschlossenheit.

 

 

Wie erkennst Du Unentschlossenheit?

 

Es gibt deutliche Anzeichen für Unentschlossenheit:

Wenn Du diese Anzeichen an Dir bemerkst, dann herzlichen Glückwunsch.

Du befindest Dich gerade auf dem Weg zu einem echten Unternehmer. 

Hier sind die Anzeichen:

 

1. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll?

Du bist von zahlreichen Geschäftsideen, Möglichkeiten, Wissen, neuen Technologien umgeben und weiß nicht genau, wo Du am besten anfangen sollst.

Genauso, als wenn Du vor einem großen Buffet stehst und nicht weißt, was Du wählen sollst, es sieht ALLES so appetitlich und lecker aus.

 

2. Ich bin immer zur falschen Zeit am falschen Ort

Manchmal hast Du so ein Gefühl, dass alle guten Geschäfte oder Deals an Dir vorbei fliegen.

Die Zeit rast mit irrer Geschwindigkeit.

Du hast das Gefühl, den Anschluss zu verlieren.

Mit jedem Schritt, den Du machst, kommen immer mehr neue Baustellen hinzu.

Du stellst fest, dass Du für die Problemlösung weder das Wissen noch die Ressourcen hast.

Du hast einfach keinen Plan.

Du hast das Gefühl, dass Deine Geschäftspartner Dir Lichtjahre voraus sind. Und Du selbst bist noch keinen Schritt weitergekommen.

Die Fülle der neuen Herausforderungen scheint Dich zu erdrücken.

 

3. Ich habe alles im Griff. Uups jetzt ist der Griff ab …

 

Du schlägst Dich eigentlich ganz gut.

Aber gleichzeitig hast Du das Gefühl, dass alle Menschen um Dich herum besser und erfolgreicher sind als Du.

Sie können leichter Kontakte knüpfen, geschickter verhandeln, besser verkaufen, wissen alles, sind schlagfertiger –  und vor allem verdienen sie viel mehr als Du. 

Du fühlst Dich in ihrer Nähe als absoluter Anfänger, der für sie einfach nur unattraktiv und uninteressant sein muss.

 

4. Vor lauter Bäume sehe ich den Wald nicht mehr

Sobald Du anfängst, Dich mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen, kommt ein Schwall neuer Information auf Dich zu. 

Ab diesem Moment kommt Dir die Wand beim Lernen irgendwie interessanter vor.

Die Fülle an Informationen erdrückt Dich.

 

5. Ich weiß viel, komme aber nicht ins Tun

Wissen ist Macht, aber ohne TUN kommst Du leider nicht weiter.

Und: Manchmal, im Laufe des Gefechts, weißt Du nicht mal mehr, ob Du das Gelernte auch richtig angewandt hast.

 

6. Zeit! Wo bleibt eigentlich die Zeit?

Hast Du das Gefühl, auch die Zeit hat sich gegen Dich verschworen?

Sie läuft vor Dir davon und Du meinst „einfach nicht weiterzukommen“. Auf der Stelle zu treten.

Aber bedenke bitte, unter was für einem Druck ein Selbstständiger oder Unternehmer JEDEN Tag steht?

Die Verhandlung war erfolgreich – Stress

Die Verhandlung war nicht erfolgreich – Stress

Die Kunden sind da – Stress

Die Kunden nicht da – Stress

Der Weg in der Selbstständigkeit ist nicht einfach und sich in diesem Zustand der Unentschlossenheit und Unsicherheit kontinuierlich weiter zu entwickeln, ist die größte Herausforderung schlechthin.

Wenn Du Dich für die Selbstständigkeit entscheidest und von einem Maserati träumst, oder davon, in der Business-Class nach Bora Bora zu fliegen, dann sei auf die Unentschlossenheit und Unsicherheit vorbereitet.

Du wirst Dich in der Dunkelheit bewegen müssen.

Den richtigen Weg zum Licht wirst Du nur durch Ertasten finden.

Viele Deiner Versuche werden Dich ins Nirgendwo führen. Dabei wirst Du ständig auf Hindernisse und Schwierigkeiten stoßen und Dir manchmal auch eine blutige Nase holen.

Allerdings: Hinter jedem Deiner Schritte ist ein erhellter Raum der Klarheit und Sicherheit. Und den können später Deine Mitarbeiter nutzen, um mit höherer Geschwindigkeit und Produktivität weiter zu gehen.

 

So findest Du Deinen Ausweg  aus der Unentschlossenheit und Unsicherheit

 

Hier ein paar Tipps von mir, wie Du aus diesem Zustand der Unentschlossenheit und Unsicherheit  herauskommen kannst:

1. Die Ergebnisse zählen

Kanalisiere all Deine Energie auf die Gewinnung neuer Ergebnisse: Geld, Leads, Kunden, Partner, Aufträge.

Dies gilt für jeden, unabhängig von der Unternehmensgröße.

2. Entferne alles Unnötige

Entferne alles zu diesem Zeitpunkt Unnötige aus Deinem Kopf.

Es ist nicht notwendig, einen Business-Plan zu erstellen oder zu studieren, wie man in Aktien investiert, wenn Du ein Problem mit Deinem Umsatz hast.

3. Lernen und handeln

Kombiniere geschickt den Erwerb von Wissen mit Deinen Handlungen.

Wenn Du nur Wissen ansammelst, hast Du bald einen Informationsstau in Deinem Kopf.

Wenn Du nur rennst und auf Deine Weiterbildung verzichtest, dann drehst Du Dich im Kreis und erzielst keine nennenswerten Resultate. Es passiert dann einfach nichts.

Es ist wichtig, genügend Wissen für ein Verständnis der Gesamtsituation zu erlangen, nicht zu „tief zu graben“ und das Erlernte direkt anzuwenden.

Sobald Du das Gelernte getestet und in die Praxis umgesetzt hast, bildest Du Dich wieder weiter. 

Kombiniere Wissen und Tun.

Befreie Dich von Deinem Ego, es behindert Deinen Lernprozess.

„Ich weiß schon alles.“

„Ich weiß es besser.“

„Wir haben das immer so gemacht.“

Lass das bitte! Bleib immer ein Lernender.

Denn wenn Du darauf verzichtest, Dich immer weiterzubilden, kann Dich Dein Ego in ein tiefes Loch führen. Spätestens dann, wenn Dein Ego kapituliert, Du von Deiner Genialität enttäuscht bist und in einem Schockzustand erstarrst.

Erst dann wird Dir klar, dass Dein bisheriges Wissen und Deine Denk- und Handlungsmuster Dich in diese Stagnation geführt haben.

Um das zu vermeiden und auf neues Level zu kommen, musst Du Dich für Neues öffnen und bereit sein, von denen zu lernen, die schon dort sind, wo Du hin möchtest.

4. Geduld haben

Wenn es hart auf hart kommt und Du das Gefühl „nicht weiterzukommen“ hast, dann sei Dir bewusst, dass Du gerade in diesem Moment eine gewaltige Wandlung durchmachst.

Die Frage ist, ob Du bereit bist, diesen Stress auszuhalten und einige Zeit (Monate oder Jahre) mit der Unsicherheit zu leben, bis Du Deine Pläne und Ziele endgültig realisiert hast.

5. Hole Dir moralische Unterstützung

Umgebe Dich mit Menschen, die Dich auch in schwierigen Phasen unterstützen.

Menschen, die dasselbe Weltbild haben wie Du, Deine Werte teilen, verständnis- und respektvoll mit Dir umgehen und vor allem, die sich mit ähnlichen Themen wie Du auseinandersetzen.

Verschwende nicht Deine Zeit und Energie mit Menschen, die Dich ständig beurteilen und kritisieren.

Sei auch nicht beleidigt und nachtragend, wenn Du mal Kritik einstecken musst. Damit schadest Du Dir nur selber.

Negative Gefühle gegenüber anderen Menschen belasten einen selbst am meisten. 

Fazit

Bedenke bitte: Eine Rakete verbraucht 80 % ihres Treibstoffes allein beim Start, einfach nur um von der Erde abzuheben.

Am schwierigsten ist also immer der Start.

Egal, ob Du mit einer Rakete zum Mond fliegst oder ein Unternehmen gründest.

Später, nach etwa drei Jahren, wird alles leichter sein.

Um den Regenbogen zu sehen, müssen wir erst den Regenschauer, manchmal auch einen richtigen Guss, überstehen.

Wenn Du nach dem Lesen dieses Blogbeitrags auf „Gefällt mir“ drückst, weiß ich, dass er hilfreich für Dich war und ich Dich damit weiterhin unterstützen kann. 

Ich drücke Dir die Daumen. Du schaffst das!!!

Liebe Grüße

Deine Maria Singer

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Buch: „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ von Stefan Merath

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