Stefan Merath-Blogparade: Außer Spesen nichts gewesen

 

Wie Du  als Selbstständiger und Unternehmer  mit dieser Kritik “ Außer Spesen nichts gewesen“  am besten umgehst.

Erstmal fühle ich mich sehr geehrt über die Einladung von Stefan Merath zur „Blogparade Unternehmercoach“.

 

Wer ist Stefan Merath?

Stefan Merath ist Coach und Bestsellerautor.

Mit seinen Coachings und Seminaren hilft er seit zehn Jahren Unternehmern und Selbstständigen dabei, ihre Träume zu verwirklichen.

Da ich die Bücher von Stefan Merath „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ und „Dein Wille geschehe – Führung für Unternehmer“ super spannend und hilfreich finde, freue ich mich,  im Rahmen dieser Blogparade mit dem Thema „Harte Kritik haben wir alle schon mal einstecken müssen – aber wie reagiert man als Selbstständiger oder Unternehmer darauf?“  einen kleinen Beitrag leisten zu dürfen.

 

 

Dabei möchte ich wie gewohnt meine Erfahrungen mit der Selbstständigkeit und dem Unternehmertum mit Dir teilen.

 

Kritik: „Außer Spesen nichts gewesen“

 

Tja, welche Kritik habe ich in meiner Selbstständigkeit schon mehrmals einstecken müssen und wie bin ich mit ihr umgegangen?

„Maria, was hat Dir diese Aktion jetzt konkret finanziell gebracht?“

Also frei nach dem Motto: „Außer Spesen nichts gewesen“.

Diese Frage im „richtigen“ Moment zu hören, fühlt sich wie eine eiskalte Dusche im Winter oder ein Faustschlag ins Gesicht an.

Aber ist das wirklich realistisch, nach ein paar wenigen Aktionen schon nennenswerte finanzielle Resultate zu erzielen?

 

Stell Dir mal vor, Du bist ein Ritter und musst immer wieder an Kämpfen teilnehmen.

Was meinst Du, wirst Du diese Kämpfe gewinnen, wenn Du

  • Dir eine teure Ausrüstung kaufst?
  • Dich für die glanzvolle Selbstdarstellung im Ritterturnier bemühst?
  • Dich regelmäßig mit anderen Kameraden zum Brett- und Würfelspiel triffst?
  • ab und zu mal trainierst oder
  • sporadisch an Deiner Technik feilst?

Ganz sicher nicht.

Um einen Kampf zu gewinnen trainieren Ritter jahrelang.

Sie gehen durch Höhen und Tiefen, fallen und stehen wieder auf, haben Zweifel und doch lassen sie sich nicht entmutigen.

Sie geben nicht auf, machen einfach weiter. Nach der Verleihung der Ritterwürde haben sie einfach keine andere Wahl.

 

Und so ist das auch im Geschäftsleben.

Es gibt eine große Illusion, die viele Menschen haben.

Sie glauben daran, dass eine einzige Handlung alles ändern kann. Wenn Sie jetzt das Richtige machen, dann werden sie sofort Millionen verdienen.

In der Realität aber hat eine einzige richtige Aktion oft nur einen kleinen unbedeutenden Effekt.

Denn eine bestimmte Aktion ist nur ein winzig kleiner Tropfen im großen weiten Ozean.

 

Der Start in die Selbstständigkeit

 

Wenn Du Dich selbstständig machst, startest Du meistens mit großen Ambitionen und natürlich auch dementsprechend hohen Erwartungen an die Zukunft.

Deine Erwartungen sehen ungefähr so aus:

 

 

Es vergeht ein Monat oder auch Monate. Und wie läufst bei Dir?

Genau… nach dem Motto: „außer Spesen nichts gewesen“

Die Enttäuschung ist vorprogrammiert.

 

 

Sie ist bitter.

 

Drei Auswege aus dem Dilemma

Aus diesem Enttäuschungszustand gibt es mehrere Wege: 

 

1. Weg: „Das ist nichts für mich.“

 

Du kommst zu einem voreiligen Entschluss: 

„Das ist nichts für mich.“

„Ich glaube nicht, dass es was wird.“

„Das schaffe ich nie.“

 

Wenn Du weiter so denkst, dann hast Du auch Recht.

Du schaffst es wirklich nicht!

Warum?

Weil, das was Du denkst, das kriegst Du auch!

Nach unseren Gedanken folgen auch unsere Handlungen.  Und diese Handlungen erschaffen unsere Wirklichkeit.

Warum viele Menschen ihre Ziele nicht verwiklichen können, weil sie ihre Gedanken nicht beherrschen.

Was machen viele in dieser Situation?  Sie verlassen die Situation nach dem Motto:

„Danke, mir reicht‘s. Genug Lehrgeld gezahlt. Ich mach jetzt was Vernünftiges.“

 

2. Weg: „Vor sich hin vegetieren“

 

 

Die zweite Strategie ist noch schlimmer.

Ich nenne sie: „Vor sich hin vegetieren“.

Diesen Weg nehmen viele und leiden sehr darunter.

Wie geht das?

 

 

Das Schlimmste, was einem Selbstständigen oder Unternehmer passieren kann, ist, in eine Routine zu versinken und sich nur noch mit immer wiederkehrenden Dingen zu beschäftigen, an denen er nicht mehr wächst.

Dieser Zustand lauert hinter den unzähligen Aufgaben, die es zu erledigen gilt.

Wie merkst Du, dass Du zum Sklaven Deines Alltags geworden bist?

Du bist ein super beschäftigter Businessman.

Doch Dein Umsatz wächst nicht, Du hast keine Zeit, Dich persönlich weiterzuentwickeln.

Du bist voll in Deinem Unternehmen versunken und ohne Dich wird mittelfristig und langfristig nichts funktionieren.

Du drehst Dich im Kreis und merkst nicht einmal, wie fest Dein Unternehmen Dich im Griff hat anstatt umgekehrt. 

 

3. Weg:  „Nichts kann Dich aufhalten!“

 

 

Es gibt noch eine andere Variante:

Sich jeden Tag für Aktionen entscheiden, an denen Du als Unternehmer und Persönlichkeit kurz-, mittelfristig und langfristig wächst.

Und dabei ist es erst einmal völlig egal, ob Du mit dieser Aktion heute Geld verdienst.  

Ich komme jetzt wieder zu unserem „außer Spesen nichts gewesen“ zurück.

Es ist völlig normal, dass Du als Unternehmer nicht mit allen Deinen Aktionen gleich direkt das große Geld verdienst.

Und es ist auch eine Illusion zu denken, dass EINE bestimmte signifikante Handlung Dich zum Millionär machen kann.

Es ist immer ein Zusammenspiel von den vielen Entscheidungen, die sich über Dein gesamtes Leben erstrecken.  

Diese Entscheidungen triffst Du jede Sekunde, Minute, Stunde und jeden Tag.

Erst die Gesamtheit aller Aktionen am Tag wirkt sich positiv auf Deine Weiterentwicklung aus.

 

Du kennst doch bestimmt die Kettenhemden, die in früheren Zeiten die Ritter zum Schutz  getragen haben?

 

Die einzelnen kleinen Ringe haben gar keine Bedeutung.

Erst die Gesamtheit aller Ringe wird zum „Stoff“ und nur zusammen können sie ihren Zweck erfüllen.

 

 

Und genau so sieht es mit Deinen Entscheidungen und Aktionen aus.

Lass doch Deinen Tag noch einmal Revue passieren und Du wirst Deinen „Tagesstoff“ sehen.

Wie effektiv warst Du?

Bist Du Deinem Ziel ein bisschen nähergekommen?

 

Und wenn Du auf Deine Woche zurückschaust, dann siehst Du Deinen „Stoff“, der aus ganz vielen Aktionen und Entscheidungen entstanden ist.

So siehst Du direkt, ob Du Dein Wochenziel erreicht hast oder nicht.

 

Jeden Tag und jede Minute triffst Du irgendeine Entscheidung.

Und diese Entscheidung bringt Dich entweder auf die nächste Stufe oder lässt Dich auf derselben Ebene verharren oder stuft Dich in Deinem Wachstum herab.  

 

 

 

 

Das kommt noch hinzu:
Wir verlieren uns im Alltäglichen

 

Viele Handlungen in unserem Leben laufen automatisch.

Wir schalten auf Autopilot.

Und je älter wir werden, desto schwieriger wird es, diese Verhaltensmuster zu durchbrechen und sich anders zu verhalten.

Das erklärt auch das Phänomen, warum junge dynamische Unternehmer viel schneller und effektiver ihr Business aufbauen, als die sogenannten „alten Hasen“.

Ihre Verhaltensmuster beinhalten jede Menge automatische Abläufe.

Je älter wir werden, desto schwerer fällt es uns, uns umzuorientieren, generell andere Entscheidungen zu treffen und neue Richtungen einzuschlagen.

Aus diesem Grund bewegen wir uns mit zunehmendem Alter langsamer und vorsichtiger; wir gehen mit kleinen Schritten voran, die uns nicht zu einem radikal anderen Ergebnis führen.

Das Problem dabei ist, dass wir mit zwei, drei neuen Aktivitäten am Tag versuchen, alle unsere automatischen Entscheidungen zu kompensieren.

Und genau das hält uns auf demselben Level der sozialen Gravitation.

Deshalb verharren wir auf demselben Umsatzniveau und schaffen es nicht, die gläserne Decke zu durchbrechen.

 

Was Dir an der Stelle sicherlich helfen kann, ist,  Deine Handlungen im Hier und Jetzt zu betrachten und zu beurteilen.

 

Wo will ich wirklich hin?

Und welche Handlung bringt mich in die gewünschte Richtung?

 

Stell Dir mal vor, Dein Tag ist ein Atom oder dieser Ring.

 

 

 

So sieht Deine Alltagsroutine aus.

 

 

So sieht eine positive Entscheidung aus, die Dich in Deiner Entwicklung weiterbringt.

 

 

 

Und es gibt auch Entscheidungen, die Dich daran hindern erfolgreich zu sein.

 

Jede Sekunde triffst Du positive und negative Entscheidungen und merkst nicht einmal, dass Du ständig nur am Entscheiden bist.

 

Zum Beispiel:

  • Ich will nur mal eben kurz …, dann fange ich an,
  • irgendwie habe ich heute keinen Bock auf Sport,
  • diesen Kunden rufe ich morgen an,
  • soll ich ihn/sie ansprechen,
  • das Angebot schreibe ich lieber morgen,
  • ich vermeide lieber diese Auseinandersetzung,
  • ich konnte schon wieder „Nein“ nicht sagen,
  • Provider wechseln um Kosten zu sparen, wie geht das? Kein Plan, mache ich irgendwann usw.

Du bekommst jede Sekunde wertvolle Impulse und Ideen und nur Du entscheidest, ob Du diese verfolgst oder erfolgreich ignorierst.

 

Deine gesamten Entscheidungen, die Du am Tag triffst, sehen wie eine Kette aus.

 

Alle Deine Entscheidungen im Leben bilden den „Stoff“ aus diesen kleinen Kettenringen.

 

 

So arbeitest Du jeden Tag an Deinem Kettenhemd.

Es entsteht durch Millionen von Entscheidungen (Atomen/Ringen), die uns im entscheidenden Moment das Leben retten oder uns zum Opfer der Umstände machen.

 

Was passiert, wenn Du Dich mehr für die negative Entwicklung entscheidest?

 

Dein Kettenhemd wird lockerer und somit wirst Du verwundbar.

Mit dieser Kettenrüstung würdest Du Dich eher für die oben beschriebenen Wege eins und zwei entscheiden.

Je mehr Du die Entscheidungen triffst, die Dich weiterbringen, desto dichter wird Deine Kettenrüstung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du auf dem „Schlachtfeld des Lebens“ mit dieser Ausrüstung verwundet wirst, wird höher.

 

 

Deshalb ist die richtige Ausrüstung des Ritters das A und O.  

Also, wenn auch Du von irgendjemandem hören solltest: „Was hat Dir diese Aktion jetzt konkret finanziell gebracht?“, reagiere einfach nicht darauf.

Deine Ausrüstung ist einzigartig.

Wenn Du vor der Entscheidung stehst: Aktion oder keine Aktion.

Entscheide Dich immer für DIE Aktion, die sich positiv auf Deinen Weg auswirkt.

Manchmal hat “keine Aktion“ auch ihre Daseinsberechtigung.

Lerne nicht nur, das Richtige zu tun, sondern auch das Notwendige nicht zu unterlassen und das Falsche nicht zuzulassen.

Sorge dafür, dass Deine Ausrüstung möglichst dicht ist.

Du schaffst das!

 

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Liebe Grüße

Deine Maria Singer

P.S. Hast Du Fragen zu Finanzierungen, Finanzierbarkeiten, Investment-Strategien, wie Dein nächster Schritt aussehen könnte, auf was Du unbedingt in Deiner Situation beachten solltest? Stelle mir gerne Deine Fragen, ich unterstütze Dich gerne dabei! Hier geht es zur persönlichen Beratung.

 

In diesem Beitrag enthaltene Links:

E-Book:  „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“  von Stefan Merath

E-Book: „Dein Wille geschehe – Führung für Unternehmer“ von Stefan Merath

Web-Seite:  „Blogparade Unternehmercoach“ von Stefan Merath

 

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  1. Stefan Merath 7. November 2017
    • Maria Singer 8. November 2017

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