Umgang mit Ängsten als Immobilieninvestor

 

Hast Du Angst vor Deinem ersten Immobilien-Investment?

Hast Du Angst vor Deinem ersten Mehrfamilienhaus-Investment?

Hast Du Angst davor, Dich selbstständig zu machen oder Dein eigenes Unternehmen zu gründen?

Was ist überhaupt Angst?  Und wie kann ich mich der Angst stellen und aktiv werden?

 

In diesem Blogbeitrag erfährst Du, mit welchen Ängsten wir bei Immobilien-Investments konfrontiert werden und – ganz wichtig – wie wir diese Angstzustände lösen können.

 

Die vier Hauptfeinde des Menschen

 

 

Der bekannte US-amerikanische Anthropologe und Schriftsteller Carlos Castaneda hat vier Hauptfeinde des Menschen (= Krieger) auf dem Weg zur Selbstentwicklung identifiziert.

     
  1. Furcht – lähmt uns, lässt uns in unserer Angst vor dem Unbekannten verharren.
     
  1. Macht – lässt uns in der Illusion leben, dass wir die Welt kontrollieren können.
     
  1. (Schein-) Wissen – lässt uns denken, dass wir schon „alles“ kennen und es keine wirklich wichtigen Fragen mehr gibt.
     
  1. Alter – zehrt uns aus, nimmt uns die Dynamik und Lebenskraft.

 

Wir schauen uns heute den ersten Feind an: Furcht / Angst.

 

Was genau ist Angst?

Angst zu haben, ist eine absolut normale Erscheinung.

Angst ist eine natürliche Schutzfunktion des Körpers gegenüber Risiko oder Unsicherheit. Aber Angst kann man auch anders deuten, wenn wir nämlich eine wichtige Sache verstehen:

Wir haben Angst vor dem, was wir am meisten wollen.

 

Hast Du das schon mal erlebt?

Du möchtest gerne eine attraktive Frau/ Mann kennenlernen, hast aber tierische Angst?

Der Tag X ist gekommen. Du siehst sie/ihn und bist wie gelähmt. Jetzt oder nie, sagst Du Dir.

Du nimmst all Deinen Mut, gehst durch Deine Angst, gehst in ihre/seine Richtung und … sprichst sie/ihn an.

Und jetzt geschieht ein Wunder – diese Aktion, vor der du Dich so gefürchtet hast, entspannt Dich jetzt. Die Welt hat sich sozusagen in zwei Teile geteilt: vorher und nachher.

Du hast das Gefühl, dass Du durch diesen kleinen Schritt in Richtung des Unbekannten auf einmal viel stärker geworden bist.

Und dann denkst Du: „Hmm, warum habe ich das nicht schon früher getan?“

 

Wichtige Erkenntnis:

Geh dahin, wo Du Dir vor lauter Angst fast in die Hose machst!

Alles, was mit Zufriedenheit und Freude verbunden ist, ist mehr oder weniger auch mit Angst und innerem Kampf verbunden.

Angst ist ein Energielieferant, denn wenn Du durch die Angst gehst, bekommst Du am Ende die maximale Energie, die Du brauchst, um Deine Ziele zu erreichen.

 

Angst als Werkzeug

Angst  –  eine Art von Stress.

Der berühmte römische Staatsmann und Feldherr Gaius Julius Caesar benutzte einen psychologischen Trick, um die besten Krieger für sein Heer auszuwählen: Er versetzte die Kandidaten in schwierige Situationen und beobachtete sie dabei. Er beobachtete vor allem ihre Reaktion auf Stress.

 

 

Diejenigen von ihnen, die unter Stress aktiv wurden und die negative Energie in positive umwandeln konnten, indem sie in Aktion kamen, wurden zu Kriegern ernannt. In diesem Zusammenhang spricht man übrigens von Eustress – gutem Stress.

 

Die anderen, die sich von ihrer Angst vereinnahmen und blockieren ließen, wurden  nicht in die Legion aufgenommen. Hier spricht man von Disstress – einem negativen Stress.

 

Lass uns noch mal auf diese zwei Begriffe eingehen:

     
  1. Disstress ist negativer Stress und wird als Belastung wahrgenommen. Deswegen beobachten wir bei der zweiten Gruppe der Kandidaten eine Blockade des Bewusstseins und die fehlende entschlossene Handlung.
  2.  

  3. Eustress ist dagegen positiver Stress und wird nicht als Belastung empfunden. Leichte Aufregung und Nervosität sind sehr hilfreich bei der Lösung von komplexen Problemen. Dieser Zustand gibt Energie und fokussiert die erste Gruppe der Kandidaten auf das Ergebnis.

 

Hast Du auch schon mal Angst gehabt, die Dich völlig verstört hat?

Wenn ja, dann solltest unbedingt dieser Angst auf den Grund gehen und Dir Deinen Angstzustand einmal ganz rational anschauen.

 

Was passiert wirklich, wenn Du durch Deine Angst gehst?

Frag Dich mal, was Dir im schlimmsten Fall denn passieren könnte?

Damit geht  Deine Angst vom unbewussten in den bewussten Zustand über, und Du fängst an, nach Lösungen zu suchen anstatt Dich von der Angst unterkriegen zu lassen.

Dein Bewusstsein wird sich auf Deine Seite schlagen und Dir dabei helfen, Dich von den belastenden Fesseln Deiner Angst zu befreien.

Die Angst – das ist wie Doping, ein Instrument oder Werkzeug.

 

 

Welche Ängste verfolgen uns bei Immobilien-Investments?

1.Die Angst vor dem Anruf beim Kunden

 

Viele von uns haben Angst vor dem Telefonieren und vor der Kontaktaufnahme mit  potentiellen Kunden oder Geschäftspartnern.

Deshalb schieben wir diese Tätigkeiten gerne auf die lange Bank, um den belastenden Stress  zu vermeiden.

Das sieht dann ungefähr so aus:

     
  • Wir gestalten die Visitenkarten,
  •  

  • kümmern uns um das Logo,
  •  

  • beschäftigen uns mit dem Design der Webseite,
  •  

  • räumen unseren Schreibtisch auf,
  •  

  • quatschen mit den Kollegen oder
  •  

  • lesen den ganzen Tag E-Mails.

Das ist zwar auch wichtig, bringt uns aber keinen Schritt voran.

 

Ich verrate Dir ein Geheimnis!

Es passiert Dir überhaupt nichts, wenn Du den Hörer abhebst und anfängst zu telefonieren und zu kommunizieren.

Du kommst nicht in die Hölle, wenn sich herausstellt, dass Du noch ein Anfänger bist, Du vielleicht noch nicht das richtige Produkt hast, Dir die Erfahrung oder das nötige Kleingeld fehlt.

Bei den ersten fünf Kunden, Geschäftspartnern, Versuchen wird es nicht gut laufen. Das ist so. Nimm es einfach hin wie es ist.

Deine Geschäftspartner haben Dich über den Tisch gezogen, die ersten Kundenkontakte hast Du vermasselt, weil Du nicht das geliefert hast, was Du versprochen hast. Deine ersten Kontaktaufnahmen, um ein Immobilien-Netzwerk aufzubauen, gingen in die Hose und es ist nichts daraus geworden.

Sei nicht traurig. Das ist alles normal!

Ich kann Dir sogar sagen, es musste so kommen, damit Du wertvolle Erfahrungen sammeln konntest. So hast Du Dir die Angst genommen, nicht perfekt zu sein.

Nobody is perfect!

Deine Kunden, Geschäftspartner und Kollegen sind genauso Menschen wie Du und ich. Sie machen auch Fehler und haben Angst, egal auf welcher Stufe der Hierarchie sie sich befinden. Versuche, sie zu verstehen und sei ehrlich mit ihnen.

 

2. Die Angst jemanden einzustellen

 

Du hast Dir ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage gekauft.

Und jetzt hast Du viel zu tun.

Du machst alles selber:

     
  • Haumeistertätigkeiten,
  •  

  • Renovierungen,
  •  

  • Inserieren,
  •  

  • Vermieten,
  •  

  • Abrechnungen und
  •  

  • noch die Seelsorge für Deine Mieter, um Geld zu sparen?!

Du denkst, Du kriegst das alles alleine in den Griff, weil keiner das besser machen kann als Du?

Sag mal, bist Du Rambo?

Oder hast Du einfach Angst zu delegieren?

 

Verstehe bitte rechtzeitig:

Wenn Du ein Vermögen mit Immobilien aufbauen möchtest, musst Du delegieren. Das ist wichtig, um Deinen Immobilienbestand zu erhöhen.

Nur so kannst Du wachsen!

Schau Deiner Angst in die Augen, verdränge sie nicht, kämpfe nicht gegen die Angst, indem Du alles selbst machst, sondern versuche Deine Angst als einen Verbündeten zu gewinnen.

Akzeptiere sie.

Jeder Mensch hat Angst, das ist menschlich.

Der Bankvorstand hat genauso viel Angst wie Du! Er hat vielleicht gelernt, mit der Angst besser umzugehen und sie unter Kontrolle zu halten.

Du kannst das auch.

Rede mit Immobilien-Investoren, die viel größer sind als Du. Dann wirst Du feststellen, dass Deine Ängste unbegründet sind.

Du wirst wachsen!

 

3. Die Angst gegenüber Geschäftspartnern

 

Du schaust vielleicht auf Deinen Status, Dein Äußeres oder Dein Alter und denkst:

„Meine Geschäftspartner werden mich für einen Idioten halten. Wer wird mit mir überhaupt zusammenarbeiten wollen?“

Hier habe ich eine sehr elegante Lösung für Dich:

Du solltest bereits mit einem fertigen Konzept zu Deinen Geschäftspartner gehen, das einen Mehrwert für sie und Dich darstellt. Stell im Gespräch die richtigen Fragen und zeige ihnen, dass Du an ihrer Gewinn- und Wertmaximierung interessiert bist.

Dass alle Beteiligten eine Win-Win-Situation haben, wenn sie mit Dir zusammenarbeiten.

Mit dieser Vorgehensweise hältst Du Dir viele Türen offen. Vielleicht auch die, bei der Du jetzt gerade etwas Bauchschmerzen bekommst!?

 

 

4. Die Angst, Deine gewohnte Umgebung zu verlieren


 

Wenn Du Dich selbstständig machst oder im Angestelltenverhältnis aus der Reihe tanzt, indem Du Dich mit anderen Themen wie Vermögensaufbau mit Immobilien, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung beschäftigst, wirst Du zwangsläufig mit der Tatsache konfrontiert, dass Deine Umgebung Dich vielleicht nicht mehr verstehen wird und nicht mitreden kann, weil sie sich mit diesen Themen nie auseinandergesetzt hat.

Wenn Du anfängst, Dich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, werden Deine Werte auf den Prüfstand gestellt, und Du wirst Dich zu einem anderen Umfeld hingezogen fühlen.

Vielleicht hast Du unbewusst Angst, Deine alten Freunde zu verlieren.

Denn Dir ist eins klar geworden: Du kannst nicht mehr so weiterleben wie bisher!

Dein Denken wird immer klarer…

Nicht sofort!

 

Doch wie fängt alles an?

Du jammerst, dass Du nur von Nörglern umgeben bist. Paradox, oder?

Kommt Dir das nicht komisch vor?

Die wahre Natur dieses Phänomens ist: Man beschwert sich, weil man das Gefühl der Überlegenheit genießt.

Punkt!

Lass Dir das nochmal und nochmal durch den Kopf gehen.

Alle tiefgründigen Veränderungen in uns Menschen passieren nur dann, wenn wir das wirklich wollen.

Du kannst nicht die anderen zwingen, sich zu verändern.

Verändere Dich lieber selbst!

 

5. Die Angst vor dem Erfolg

 

 

Wenn Du Dich wunderst, warum ich diese Angst hier aufführe, dann lies aufmerksam weiter.

Wundere Dich nicht.

Vielleicht bist Du so mit Deinen alltäglichen Problemen beschäftigt, dass Du keine Langeweile verspürst.

 

Routine – eine Erlösung vom Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Routine – ein Medikament, das Du jeden Tag einnimmst, um alltägliche Probleme zu lösen.

 

„Was mache ich, wenn ich erfolg+reich werde?“ Hast Du schon mal solche Gedanken gehabt?

Nichtsdestotrotz, muss ich dazu sagen, dass das eine nicht offensichtliche aber schreckliche Angst ist.

 

Was mache ich, wenn alle meine Grundbedürfnisse abgedeckt und meine Wünsche erfüllt sind?

Genau dasselbe, als wenn Du kein Geld hast, aber Du hast Spaß an dem Prozess – hier und jetzt.  Wenn Du Dir noch nicht ganz sicher bist, wo Deine Berufung liegt, dann überlege:

Wie alt bin ich jetzt?

Du hast schon so viele Zeichen in diesem Leben bekommen, was Dir Spaß macht und was nicht.

Analysiere ganz in Ruhe und schreibe alles auf, was Dir in Deinem bisherigen Leben Spaß gemacht hat. Das sind die Indizien, in welche Richtung Du gehen solltest.

Wenn Du immer noch keinen Plan hast, dann vertraue einfach Deiner Intuition. Wähle intuitiv eine Nische, beschäftige Dich mit dieser Nische, erlange profundes Wissen darüber und mach dieses Wissen zu Geld.

 

Mache nur WOW-Projekte

Mach nur WOW-Projekte. Das heißt, wenn Du ein Projekt bekommst und sagst: “ Ja, genau das will ich machen! Da habe ich Lust drauf“, dann liegst Du genau richtig.

Wenn Du aber sagst: „Naja, das könnte man auch mal ausprobieren“, dann lass bloß die Finger davon.

Es wird Dich nur Zeit und Kraft kosten.

Bei dieser Art von Projekten wirst Du immer viele sinnvolle Argumente finden, warum Du das gerade machen solltest:

     
  • Geld,
  •  

  • Zeit,
  •  

  • Anerkennung,
  •  

  • Status,
  •  

  • Liebe,
  •  

  • Sicherheit usw.

aber es erfüllt Dich nicht und bringt Dich keinen Schritt weiter in die Richtung, in die Du eigentlich in Deinem Inneren gehen möchtest. 

 

Fazit

Angst ist etwas ganz Natürliches. Sie mobilisiert Dich und zeigt Dir Deine verborgenen Wünsche.

Wenn Du der Angst in die Augen schaust und Dir diese bewusst machst, transformierst Du diese in ein Ziel und kannst dabei für Dich sogar eine Methode Deiner persönlichen Zielerreichung  entwickeln.

Habe keine Angst, Dich Deiner Angst zu stellen.

Versuche nicht, Deiner Angst zu entkommen, denn wenn Du Dich nicht mit ihr auseinandersetzt, wird sie sich für immer in Dir verankern.

Wir brauchen uns nichts vormachen: Sowohl in unserem Leben als auch bei unseren Immobilien-Investments werden wir jede Menge Ängste haben und stressige Situationen erleben. 

Allerdings ist genau das unsere Schule des Lebens, um uns weiterzuentwickeln und uns auf einen qualitativ höheren Level des Lebens zu bringen.

 

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Liebe Grüße

Deine Maria Singer

 

P.S. Hast Du Fragen zu Finanzierungen, Finanzierbarkeiten, Investment-Strategien, wie Dein nächster Schritt aussehen könnte, auf was Du unbedingt in Deiner Situation beachten solltest? Stelle mir Deine Fragen, ich unterstütze Dich gerne dabei! Hier geht es zur persönlichen Beratung.

 

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Wer ist Carlos Castaneda? (Wikipedia)

Buch: „Ängste verstehen und überwinden“ von Dr. Doris Wolf

 

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